Ligapokal! VfB Eichstätt – FC Schweinfurt 05

FC05-Trainer Tobi Strobl wechselte nach dem 2:0-Sieg in Aschaffenburg erwartungsgemäß ordentlich durch. Bis auf Mittelfeldspieler Kevin Fery – in Eichstätt erstmals Kapitän – fanden sich ausnahmslos frische Spieler in der Startelf wieder.

Schnüdel-Motor stockt in Halbzeit eins

Am Samstag noch von außerhalb des Stadions unterstützend, durften dieses Mal rund 50 grün-weiße Anhänger das Spiel im Liqui-Moly Stadion verfolgen – und sahen eine von Beginn an ausgeglichene Partie auf holprigem Geläuf. Die erste große Chance des Spiels hatte der VfB, doch Vitus Scheithauer konnte Eichstätts Kugel noch entscheidend stören (6.). Auch in der Folge erwies sich die Heimelf als der erwartet unangenehme Gegner – tief stehend, aggressiv in den Zweikämpfen und immer wieder auf den zweiten Ball lauernd, musste die Hintermannschaft vor Keeper Jan Reichert stets in höchster Alarmbereitschaft agieren. Erst gegen Ende der ersten Hälfte kamen die über weite Strecken des Spiels harmlosen Schnüdel zu ersten gefährlichen Gelegenheiten, insbesondere durch Amar Cekic, der mit seinen Schüssen an einem Abwehrbein (36.) – und im Anschluss am Quergebälk (42.) scheiterte. Doch auch die Heimelf vergab die große Chance zur Führung, so beispielsweise aussichtsreich im eins gegen eins am gut reagierenden Jan Reichert (37.) im 05er Tor.

Ramser sieht rot – Eichstätt eiskalt

Auch nach der Pause wurde es aus Sicht der Gäste zunächst nicht besser. Zwar verzeichnete der FC05 in Person von Aaron Manu zunächst eine hervorragende Kopfball-Chance (46.), doch direkt im Gegenzug klingelte es im Kasten von Jan Reichert. Nach Vorarbeit von Eberle musste Christian Heinloth nur noch einschieben (48.). Und es kam noch dicker für die Schnüdel: Nach gelbwürdigen Einsteigen von Lukas Ramser, zeigte Schiedsrichter Tiedeken die rote Karte (58.). „Gestreckter Fuß oberhalb des Knöchels hat Rot zur Folge, wie es im Regelwerk heißt. Ich bin der Meinung: Gelb hätte es auch getan“, meinte Eichstätts Coach Markus Mattes zu der Situation. In Minute 70 dann der nächste Rückschlag. Nach einem langen Ball sah die FC-Defensive abermals nicht gut aus. Schraufstetter bedankte sich und markierte die 2:0-Führung für seine Farben. Gegen die nun tiefstehenden Eichstätter ließen die Schweinfurter auch in der Schlussphase die nötige Genauigkeit und Konsequenz vermissen. Bei einem der letzten Angriffe, hätten die Eichstätter sogar noch auf 3:0 erhöhen können. Nach sechsminütiger Nachspielzeit war das Aus des FC05 im Ligapokal besiegelt. In der Trostrunde geht es nun gegen den TSV Aubstadt um eine zweite Chance auf den Weg in den DFB-Pokal.

Totaler Fokus auf Bayreuth

Für die Schnüdel geht es nun am kommenden Samstag (14 Uhr) ins Hans-Walter-Wild-Stadion zum Play-Off-Rückspiel gegen die SpVgg Bayreuth. Nach dem klaren 4:0-Sieg der Bayreuther am Dienstag über Viktoria Aschaffenburg, läuft es auf einen Zweikampf zwischen der Altstadt und den Schnüdel hinaus, die vorerst auf Vitus Scheithauer verzichten müssen. Der Winterneuzugang verletzte sich in der zweiten Halbzeit ohne gegnerische Einwirkung.

Datum: 25.05.2021 – Anpfiff: 18:30 Uhr
Spielstätte: Liqui-Moly-Stadion, Eichstätt
Spiel: Viertelfinale Ligapokal 2019/2021
Ergebnis: 2:0
Tore: 1:0 Heinloth (48.), 2:0 Schraufstetter (70.)
Zuschauer: coronabedingt lediglich 250 Zuschauer erlaubt, davon ca. 50 Schnüdel

FC Schweinfurt 05: Reichert – Laverty, Yarbrough, Scheithauer (65. Maier), Pfarr – Rinderknecht (58. Böhnlein), Fery (46. Thomann), Ramser, Cekic – Manu (58. Suljic), Marinkovic

VfB Eichstätt: Junghan – Lamprecht, Zitzelsberger, Waffler, Heinloth (73. Wolfsteiner) – Kügel, Schraufstetter, Fries, Federl, Graßl – Eberle (91. Lushi)

Fotos: Daniel Caspari, FC Schweinfurt 05 // Textquelle: FC Schweinfurt 05