Vorstellung der Schnüdel-Neuzugänge 2018/2019

Die neue Saison in der Regionalliga wirft ihre Schatten voraus: Noch eine Woche, dann rollt der Ball wieder. Bevor am nächsten Freitag (13. Juli) um 19 Uhr das erste Heimspiel unserer Kugellagerstädter gegen den FV Illertissen angepfiffen wird, haben wir uns die Neuzugänge nochmal etwas genauer angeschaut.

Foto: Michael Horling (inundumsw.de)

Hintere Reihe von links:

  • Timo Wenzel (Alter: 40 – Position: Trainer) Der Inhaber der Fussballlehrer-Lizenz des DFB tritt auf der Trainerbank die Nachfolge des auf den Posten der Sportlichen Leiters wechselnden Gerd Klaus an. Seine letzte Trainerstation, vor dem Absolvieren des DFB-Lehrgangs, hieß SV Elversberg II (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar). Als Spieler war Timo Wenzel unter anderem in der Bundesliga für den VfB Stuttgart, den FC Kaiserslautern, den FC Augsburg aber auch in Nikosia aktiv.
  • Alexander Piller (24 – Mittelfeld) Knapp verpasst haben sich der neue Sportliche Leiter Gerd Klaus und Neuzugang Alexander Piller damals im Jahr 2012: Nach der Saison 2011/12 nämlich wechselte Trainer Gerd Klaus vom FSV Erlangen-Bruck in die unsere Kugellagerstadt, während der Mittelfeldakteur den Weg nach Erlangen fand. Dort gelangen ihm 11 Tore in 27 Bayernliga-Spielen, ehe es nach Fürth ging (43 Regionalliga-Einsätze, 7 Treffer). Nach zwei Jahren zog es ihn weiter in den Süden, zur SpVgg Unterhaching. Dort absolvierte Alexander Piller 45 Einsätze in der Regionalliga (7 Treffer, 6 Vorlagen) und nach dem Aufstieg weitere 9 Spiele in der 3. Liga.
  • Stefan Kleineheismann (30 – Innenverteidiger) Der älteste Neuzugang ist gleichzeitig auch der mit der meisten Erfahrung. Der Defensivspieler wurde zunächst im Nachwuchs von Greuther Fürth ausgebildet und dort anschließend in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Nach über 80 Einsätzen für das Kleeblatt in der Regionalliga ging es zur Saison 11/12 weiter zu den Offenbacher Kickers (62 Einsätze in der 3. Liga). Über Rot-Weiß Erfurt (2013 bis 2015 – 61 Drittliga-Einsätze) landete Stefan Kleineheismann schließlich in Halle. Als absoluter Stammspieler absolvierte er für die Hallenser stolze 99 Spiele in der 3. Liga. Fun Fact am Rande: In der Saison 2013/2014 sammelte der Innenverteidiger für Erfurt ganze 12 gelbe Karten in 36 Partien, was so wohl nur von unserer Schweinfurter Legende Joe Bechmann übertroffen werden kann. „Ich freue mich, dass der Wechsel zum FC 05 geklappt hat“, sagt Kleineheismann selbst. „Nach durchweg positiven Gesprächen mit Markus Wolf, Gerd Klaus und dem neuen Trainer Timo Wenzel habe ich mich zu diesem Schritt entschieden und bin der absoluten Überzeugung, dass wir die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter vorantreiben werden.“
  • Ronny Philp (29 – Außenbahn) Der wohl „hochkarätigste“ Neuzugang wechselt von der Brinz an den Main. Vom FC Heidenheim – der gemäß Gerüchten gleich nach dem SV Sandhausen wohl der Wunschgegner einiger Fans im DFB-Pokal gewesen sein soll – kommt der polyvalent einsetzbare Außenbahnspieler Ronny Philp ins Willy-Sachs-Stadion. Wie auch Stefan Kleineheismann spielte Philp bis 2011 in Fürth (72 Regionalliga-Einsätze), bevor er nach Regensburg wechselte (36 Drittliga-Einsätze). Nach nur einem Jahr dann der Transfer nach Augsburg, wo er 14 mal in der 1. Bundesliga beginnen durfte. Zur Saison 14/15 ging es für eine Saison zurück in den Fürther Ronhof (5 Zweitliga-Einsätze), bevor Philp letztendlich beim FC Heidenheim endgültig in der 2. Liga Fuß fassen konnte: In drei Jahren spielte der Außenbahnspieler 32 Zweitligapartien für den FCH. Nun hat Philp einen Dreijahres-Vertrag in der Kugellagerstadt unterschrieben. „Mit Ronny Philp bekommen wir einen erfahrenen Profi dazu, der unseren Kader qualitiativ und charakterlich weiter verstärkt. Wir freuen uns sehr, dass diese Personalie geklappt hat.“, meinte FC-05-Vorsitzender Markus Wolf. Philp selbst sagte zu seinem Transfer: „Nach sehr guten Gesprächen mit Markus Wolf, Gerd Klaus und Timo Wenzel habe ich mich für den Schritt nach Schweinfurt zu wechseln entschieden. Meine ersten Eindrücke von Schweinfurt hat mein sehr guter Freund Stefan Kleineheismann bestätigt. Sowohl die Mannschaft, wie auch die Rahmenbedingungen beim 1. FC Schweinfurt 05 sind sehr gut. Die Saison wird sicherlich keine einfache, ich bin aber nach Schweinfurt gewechselt, um mit dem FC maximalen Erfolg zu haben.“
  • Stefan Maderer (21 – Sturm) So richtig zufriedenstellend war man im Sturm auch schon vor der erneuten Verletzung von Angreifer Nicolas Görtler nicht besetzt. Mehr als sinnvoll also, mit Stefan Maderer noch eine weitere Offensivalternative ins Willy-Sachs-Stadion zu lotsen. Aus der Reserve der Fürther kommend, kann der noch junge Stürmer auf eine Erfahrung von bereits 89 Regionalliga-Partien zurückblicken (24 Treffer, 18 Vorlagen).
  • Jan Gernlein (25 – Co-Trainer) Der gebürtige Lichtenfelser kam zur Saison 2016/17 durch U15-Trainer Christian Brauner in die Kugellagerstadt. Da damals die U14-Schnüdel frei wurden, übernahm Jan Gernlein diese als Trainer. Auch in der vergangenen Saison coachte er wieder die U14. Zuvor war Jan Gernlein seinem oberfänkischen Heimatverein, dem 1. FC Lichtenfels, als Spieler und Trainer treu. „Hier in Schweinfurt ist, ähnlich wie in Lichtenfels, alles sehr familiär, was für mich der Grund ist, warum ich mich hier so wohl fühle. Ich bin stolz, als Franke bei einem fränkischen Traditionsteam arbeiten zu dürfen.“ so Jan Gernlein selbst.

Vordere Reihe von links:

  • Nicolas Pfarr (eigene U19)
  • Jannik Binder (eigene U19)
  • Noah Schorn (19 – Mittelfeld) Der jüngste Neuzugang kommt aus der A-Jugend-Bundesliga. Früher noch für die Hofer Bayern unterwegs, durchlief der gebürtige Kronacher die U17- und U19-Bundesliga-Mannschaften der TSG Hoffenheim. Der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler absolvierte in dieser Spielzeit 22 Einsätze in der U19-Bundesliga (1 Treffer, 2 Vorlagen) und zwei Partien im Halbfinale der Endrunde um die deutsche Meisterschaft, in dem die Hoffenheimer gegen den FC Schalke 04 verloren.
  • Gianluca Lo Scrudato (22 – Außenverteidiger) Der Wunschspieler unseres Neutrainers Timo Wenzel wechselt aus der Regionalliga Südwest in die Kugellagerstadt. Für den Absteiger Röchling Völklingen absolvierte der Außenverteidiger in der abgelaufenen Saison 29 Spiele. Zuvor war Lo Scrudato bereits für den FC Saarbrücken und den SV Elversberg II im Einsatz, wo er von Timo Wenzel trainiert wurde. „Ich freue mich sehr, dass ich nächste Saison in Schweinfurt spielen werde“, sagte Lo Scrudato selbst. „Ich war beim letzten Heimspiel gegen Unterföhring im Willy-Sachs-Stadion und konnte sehen, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt. Ich werde von Beginn an alles dafür geben, dass wir unsere Ziele erreichen werden.“ Auch Trainer Timo Wenzel zeigt sich überzeugt: „Ich kenne Gianluca und weiß, dass er schnell, laufstark und beidfüßig ist. Für sein Alter ist er enorm weit, und unter professionellen Bedingungen wird er sich noch weiter verbessern. Außerdem passt er vom Charakter her sehr gut zu uns.“

Der Kader 2018/2019 im Überblick:

Tor: Alexander Eiban (1), David Paulus (12)

Abwehr: Ronny Philp (2), Gianluca Lo Scrudato (3), Stefan Kleineheismann (13), Matthias Strohmaier (17), Dominik Weiß (21), Philip Messingschlager (23), Lukas Billick (32)

Mittelfeld: Christopher Kracun (6), Marco Fritscher (7), Lukas Kling (10), Alexander Piller (11), Kevin Fery (15), Vincent Waigand (16), Noah Schorn (18), Steffen Krautschneider (19), Nikola Jelisic (20), Nicolas Pfarr (24), Jannik Binder (29)

Angriff: Nicolas Görtler (9), Stefan Maderer (14), Florian Pieper (22), Adam Jabiri (27)

Trainer: Timo Wenzel (neu, Nachfolger von Gerd Klaus). Co-Trainer: Jan Gernlein. Torwart-Trainer: Norbert Kleider

Abgänge: Marius Willsch, Herbert Paul (beide TSV 1860 München), Patrick Wolf (Lokomotive Leipzig), Michael Schlicht (Budissa Bautzen), Marco Janz (SV Seligenporten)