Gegner-Vorschau: VfB Eichstätt

Noch zweimal schlafen, dann ist es endlich soweit: Weihnachten! Das erste Heimspiel in der noch recht jungen Regionalligasaison steht an. Der Auftakt ist für unsere Schnüdel mit dem 4:2-Auswärtssieg bei der U21 des 1. FC Nürnberg zumindest schon einmal geglückt. Nun kommt am Freitag mit dem VfB Eichstätt ein doch recht unbeschriebenes Blatt ins Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion, daher kurz zur Historie des Aufsteigers aus Oberbayern: Bereits im Jahr 1920 gegründet, begann erst ab 1999 ein noch andauernder Aufstieg des Vereins. Von 2003 bis 2009 etablierte sich der VfB in der Bezirks- und der Bezirksoberliga, bevor zur Saison 2009/2010 der Sprung in die Landesliga gelang. Nach drei Jahren in der Landesliga schaffte man zur Saison 2012/2013 schließlich den Aufstieg in die Bayernliga Süd, bevor 2015 der Einschnitt folgt: Zur neuen Saison wurde Eichstätt in die Nord-Staffel der beiden Bayernligen umgruppiert: Hof und Aubstadt statt Pullach und Pipinsried. Überraschend konnte der VfB seine erste „Nord“-Saison auf dem zweiten Platz hinter Seligenporten abschließen, verzichtete anschließend jedoch aus finanziellen Gründen auf das Aufstiegsrecht bzw. auf die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga. So sicherte sich damals die drittplatzierte SpVgg Bayern Hof in den Duellen gegen Viktoria Aschaffenburg den Aufstieg.

In der letzten Saison war es aber dann doch soweit: Als Meister beendete der VfB die Bayernligasaison, mit den meisten Toren – der zweitplatzierte Aschaffenburg stellte mit 83:34-Toren das exakt gleiche Torverhältnis – und vier Punkten Vorsprung auf die Viktoria. Mit Fabian Eberle hatte man zudem den besten Torjäger der Saison (26 Treffer aus 31 Partien) in den eigenen Reihen. Nun also Regionalliga.

Zur Mannschaft: Kontinuität ist angesagt auf dem Trainerposten der Eichstätter, so geht Markus Mattes bereits in seine vierte Saison mit dem VfB. Die ganz großen Namen sucht man im durchschnittlich 24 Jahre alten Kader zwar vergebens, mit Mittelfeldakteur Yomi Scintu und Verteidiger Stefan Liebler aus dem Nachwuchs des FC Ingolstadt sowie mit Maximilian Eberwein von Bayern München und Jonas Fries aus dem Club-Nachwuchs wurden jedoch einige Spieler erstklassig ausgebildet. Regionalligaerfahren scheint zudem Abwehrspieler Dominik Wolfsteiner (derzeit verletzt) zu sein, der auf 31 Regionalligaspiele mit der U23 der Schanzer zurückblicken kann. Auch der Angriff kann sich durchaus sehen lassen: So ist am Freitagabend, abgesehen von Torjäger Fabian Eberle besonders auf Florian Grau zu achten, dem in den letzten drei Bayernliga-Jahren je 10, 16 und 18 Treffer gelangen.

Das Budget für die aktuelle Saison beträgt Berichten zur Folge lediglich 150.000 Euro, die größtenteils durch den Hauptsponsor Ernst Prost mit seinem Schmiermittelhersteller – Robert Hoyzer gefällt das – Liqui-Moly getragen werden, was somit das geringste aller Budgets in der Regionalliga Bayern bedeuten würde. Gespielt wird zuhause im Liqui-Moly-Stadion, welches offiziell 2.100 Zuschauer schmiert, äh fasst. Beim Testspiel gegen den Club drängten sich jedoch bereits 3.800 Fans in die Hütte. Der Zuschauerschnitt lag bei Heimspielen in der letzten Saison bei 492, im Jahr zuvor bei 345. Das erste Heimspiel der Saison am vergangenen Wochenende gegen Mitaufsteiger Unterföhring (2:2) sahen 1.250 zahlende Zuschauer. Bezüglich einer aktiven Fanszene ist aus Eichstätt nichts bekannt.

Ansonsten wissenswert bzw. amüsant: Die Eichstätter haben das vermutlich coolste Trainerfoto aller Mannschaften auf Fupa.net: Erich Hock, aus der Saison 2009/2010.

Bildquelle: Fupa.net

Auch Facebook (3.209 Personen gefällt das) wird vom Verein gut bespielt: So vergleicht man sich nach dem 2:1-Sieg der Nürnberger über Inter Mailand bereits mit dem letzten italienischen Champions-League-Sieger. Hintergrund: In der Vorbereitung unterlag Eichstätt den Glubberern ebenfalls mit 1:2. Achtung, Ironie!

Und auch das folgende Bewegtbildformat ist so schlecht nicht. Wobei sich über die Musik natürlich streiten lässt 😉


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