Heimspiel! FC Schweinfurt 05 – Vik. Aschaffenburg

Der Auftrag war klar: Bei einem Heimsieg mit mindestens zwei Toren Differenz hätten die Schnüdel aus der Kugellagerstadt am Rivalen aus Aschaffenburg vorbeiziehen und mit ganz viel Glück sogar auf einen Nichtabstiegsplatz springen können.

Bevor die Partie im Willy-Sachs-Stadion gegen 14 Uhr angepfiffen wurde, gab es noch eine Gedenkminute für die Opfer der Anschläge von Paris. Nachdenkliche und ergreifende Stille im weiten Rund, wenn der Sport plötzlich in den Hintergrund tritt. Dann der Pfiff. Aschaffenburg versuchte von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und zeigte dabei die reifere Spielanlage. Spielerisch sah das bei der blau-weißen Viktoria ordentlich aus; besonders „Alt-Profi“ Youssef Mokhtari wusste mit Übersicht und vielen lautstarken Kommandos aufzufallen. Auch heute fiel die Spieleröffnung der Schnüdel meist wieder durch diverse haarsträubende Abspielfehler auf, die der Gegner glücklicherweise nicht zu nutzen wusste. Schweinfurt hielt defensiv nach Kräften dagegen und so waren klare Chancen, bis auf einen Freistoß von Mokhtari, Mangelware. Den ersten richtigen Hochkaräter der Partie hatten schließlich die Hausherren kurz vor der Halbzeit, als Marino Müller alleine vor dem Kasten der Aschaffenburger auftauchte, den Ball jedoch nicht am Keeper vorbeibekommen sollte. Auch in der zweiten Halbzeit passierte vor beiden Toren nicht allzu viel Spektakuläres. Der Schweinfurter Joe Bechmann sah in der 77. Minute, in einem von vielen Fouls, Unterbrechungen und tollen schauspielerischen Einlagen geprägtem Spiel die Ampelkarte. Schweinfurt also die letzten gut 15 Minuten in Unterzahl. Zwei Minuten später ging die Viktoria durch Bari mit 1:0 in Führung, die Tom Jäckel mit einem sehenswerten Kopfballtreffer quasi im direkten Gegenzug zum insgesamt verdienten 1:1-Endstand ausgleichen konnte. Die Stimmung war in beiden Fanblöcken gut und so wurden die Mannschaften auf dem Platz über die kompletten 90 Minuten, bisweilen lautstark, unterstützt und angefeuert. Während Aschaffenburg mit dem einen Zähler im Willy-Sachs-Stadion die Kugellagerstädter letztlich auf Distanz halten kann, stagnieren die Schnüdel kurz vor der Winterpause auf einem direkten Abstiegsplatz. Besserung scheint dabei nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen zumindest ergebnistechnisch in Sicht. Während auch die direkten Konkurrenten aus Rain am Lech und Augsburg jeweils nur einen Punkt in Unterhaching bzw. in Nürnberg holen konnten, punktete Schalding-Heining bei den Junglöwen eher überraschend dreifach. Die Kellerteams bleiben also auch nach diesem 19. Spieltag tabellarisch eng beisammen.

Die Schweinfurter Fans trafen sich nach der Partie noch in einer Kneipe in der Nähe des R0ßmarktes, wo sich nach einem „nass-kalten Spiel“ gemeinsam aufgewärmt und das Spiel im Nachgang diskutiert wurde. Fazit: Die Weihnachtsplätzchen der Wirtin hätten mehr als nur grauen Abstiegskampf in der vierten Liga verdient.

  • Datum: 14.11.15 – Anpfiff: 14.00 Uhr
  • Spielstätte: Willy-Sachs-Stadion, Schweinfurt
  • Spiel: 19. Spieltag der Regionalliga Bayern (4. Liga)
  • Ergebnis: 1:1
  • Tore: 1:0 Bari (79.) –1:1 Jäckel (81.)
  • Zuschauer: 1156 (davon ca. 40 Anhänger vom Untermain)

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