Heimspiel! FC Schweinfurt 05 – TSV Aubstadt

Datum: 15.07.2019 – Anpfiff: 20:15 Uhr
Spielstätte: Willy-Sachs-Stadion, Schweinfurt
Spiel: 1. Spieltag Regionalliga Bayern
Ergebnis: 2:1
Tore: 1:0 Korb (34.), 2:0 Jabiri (68.), 2:1 Benkenstein (89.)
Gelb-Rot: Jens Trunk (88./TSV Aubstadt/Unsportlichkeit)
Zuschauer: 3.394 (davon ca. 100 Gäste aus dem Grabfeld)

FC Schweinfurt 05: Zwick – Fritscher, Kleineheismann, Billick, Köppel – Korb, Fery (63. Awata), Laverty (63. Suljic), Krätschmer, Maderer – Jabiri (79. Pieper)

TSV Aubstadt:  Mack – Behr, Grader, Köttler, Benkenstein, Feser (78. Schmidt) – Trunk, Müller, Leicht (63. Schebak), Dellinger (62. Pitter) – Thomann

Fazit nach 95. Minuten:

Am Ende einer kämpferisch von beiden Seiten intensiv und leidenschaftlich geführten Partie steht ein durchaus verdienter 2:1-Heimsieg unserer Schnüdel auf der altehrwürdigen Anzeigetafel des Willy-Sachs-Stadion. Was die Einschätzung und das Potenzial der Mannschaft vom Main angeht, ist man jedoch kaum schlauer als noch zuvor, eine durchgängige spielerische Linie war selten zu erkennen. Gut, es war erst der erste Spieltag, doch ein bisschen mehr durfte man sich von einem der Topfavoriten auf die Meisterschaft dann wohl doch sicherlich erwarten. Häufig ließ im Spielaufbau die Genauigkeit zu wünschen übrig, was mit einigen unnötigen Fehlpässen zu einem ingesamt sehr fahrigen Spiel beitrug.

Die Aubstädter, die mit der eingespielten Bayernligaformation aus der Vorsaison starteten, hielten körperlich und läuferisch gut dagegen, ohne wirklich unfair zu agieren. So musste eine Einzelaktion des besten Spielers auf dem Feld, Sascha Korb, her, die per direkt verwandeltem Freistoß zum 1:0 führte. Mit dem Mittelfeldspieler Korb, der aus Worms gekommen war, scheinen unsere Schnüdel endlich wieder einen richtigen Führungsspieler in den eigenen Reihen zu haben, der die Mannschaft leiten und mitreißen kann.

Am Ende steht ein Arbeitssieg, auf dem sich zumindest von der Einstellung und vom Willen der Mannschaft her aufbauen lässt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein echter Grund zur Freude war die mit 3.394 Zuschauern mehr als ordentliche Kulisse, zumal die Partie an einem Montagabend nicht zur eigentlichen Fussballzeit statt fand. Zu Sport1 bleibt zu sagen, dass dieser Sender doch bitte bei seiner ursprünglichen Kompetenz, dem Übertragen von beliebten Klassikern wie „Takeshi’s Castle“ oder den „Sexy Sport Clips“ zu Mitternacht hätte bleiben sollen. Mit Fussball in den Regionalligen wird das einfach nichts mehr. Oder um es mit den Worten von Peter Lustig zu sagen: „Ihr seid ja immer noch da. Ihr könnt ruhig schon mal abschalten!“

Stimmen zum Spiel:

FC05-Trainer Timo Wenzel: „Glückwunsch an Aubstadt, die das hier heute gut und mutig gemacht haben. Im Vorfeld der Partie haben natürlich viele gesagt, klar, Schweinfurt gegen Aubstadt, das ist ein leichtes Spiel, das wird ein 4:0 oder 5:0, das ist natürlich Quatsch. Wir können hier alles verlieren, Aubstadt hat nichts zu verlieren. Wir sind etwas schwer ins Spiel gekommenen, auch wenn wir nach dem 1:0 vor der Halbzeit noch das 2:0 durch Jabo auf dem Fuß hatten. Ich bin einfach unglaublich froh, heute die drei Punkte geholt zu haben. Morgen kräht kein Hahn mehr danach, wie wir die drei Punkte geholt haben. Ich weiß, dass die Erwartungshaltung an uns sehr hoch ist, dennoch war es einfach ein schweres Spiel. Unsere komplett neue Mannschaft muss sich erst noch finden. Wir können unsere Ziele nur gemeinsam erreichen, mit Fans, Verein und Mannschaft!“

Aubstadt-Trainer Josef Francic: „Glückwunsch an Timo, ich glaube, dass der FC verdient gewonnen hat. Schweinfurt war die gefährlichere Mannschaft, auch von der Spielanlage her. Ich bin ein bisschen enttäuscht von der ersten Halbzeit, da wir deutlich schnelleren und besseren Fussball spielen können. Wir hatten spielerische Ausfälle, besonders in der Offensive. Wir waren etwas verkrampft durch die Derbykulisse. Nach hinten haben wir nicht viel zugelassen, aber wir haben heute die Unterschiede zwischen Bayernliga und Regionalliga gesehen. Die Zweikämpfe sind wesentlich intensiver, und Schweinfurt hat gezeigt, wie es in der Regionalliga geht. Ein Lob an meine Mannschaft für die zweite Halbzeit, in der wir unsere Qualität als Bayernligameister zeigen konnten.“

Bilder: Meiki Graff (Fuppes muss dreckig bleiben)