Steffen Krautschneider wechselt nach Oberbayern

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass Mittelfeldspieler Steffen Krautschneider die Schnüdel zum Saisonende verlassen wird, weiß man nun auch, wohin die Reise gehen wird: Krautschneider unterschreibt bis 2021 beim letztjährigen Aufsteiger FC Pipinsried. Der Vertrag ist unabhänig davon, ob Pipinsried den Klassenerhalt in der Regionalliga schafft oder kommende Saison in der Bayernliga Süd ran muss. Aktuell steht der Verein mit lediglich 19 gesammelten Punkten aus 23 Partien auf dem letzten Tabellenplatz, mit vier Punkten Abstand auf einen Relegations- und sechs Punkten Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Der letzte Sieg des FCP war ein 5:0-Heimsieg im Oktober vergangenen Jahres. Gegner damals: Die Schnüdel.

Steffen Krautschneider verschlägt es aus privaten und beruflichen Gründen nach Oberbayern: „Meine Freundin wohnt seit einem halben Jahr in München und wir wollten wieder zusammenleben. Zum anderen möchte ich den Einstieg ins Berufsleben in Angriff nehmen. Ich bin seit zwei Jahren mit meinem BWL-Studium fertig, möchte in diesem Berufszweig Fuß fassen und nur mehr nebenbei Fußball spielen. In Pipinsried lässt sich Arbeit und Fußball gut miteinander verbinden. Zudem habe ich mich in den Gesprächen auf Anhieb sehr wohl gefühlt, was mir sehr wichtig. Trotz der kritischen Tabellensituation wird dort gute Arbeit geleistet, denn wenn ein Dorf mit 600 Einwohnern in der Regionalliga spielt, spricht das für sich. Die Entscheidungsträger denken nach vorne, sind sehr innovativ und wollen den Verein immer besser machen. Das gefällt mir“.

Pipinsrieds Manger Roman Plesche ist glücklich über den etwas überraschenden Transfercoup: „Für uns ist das eine Riesengeschichte. Steffen zählt seit Jahren zu den Top-Spielern der Regionalliga Bayern und hat zudem eine tolle Mentalität. Es macht uns sehr stolz, dass sich ein Mann mit seiner Qualität für uns entschieden hat. Er wird in unseren Planungen ein absoluter Fixpunkt sein.“ 

Die vergangenen sechs Jahre in Schweinfurt – inklusive zweier Pokalsiege – wird der Sympathie- und Leistungsträger in guter Erinnerung behalten: „Ich hatte in Schweinfurt sechs tolle und erfolgreiche Jahre und durfte dort in den vergangenen beiden Spielzeiten professionell meiner Leidenschaft nachgehen. Sportlicher Höhepunkt war zweifellos die zweimalige Qualifikation für den DFB-Pokal und der Erstrundensieg gegen Zweitligist Sandhausen. Aber auch an meine Anfangsjahre bei den Schnüdel, in denen wir meist bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen mussten, werde ich immer gerne zurückdenken.“