Alle nach Rain!

Nach Ende der Hinrunde lag der TSV Rain/Lech ganze fünf Tabellenplätze vor unseren Schnüdeln: Mit 18 Punkten hatte man nach 17 Partien immerhin 6 Punkte Vorsprung auf den FC05, der mit 12 Punkten die rote Laterne der Regionalliga Bayern fest in beiden Händen hielt. Das Hinspiel gegen den Verein aus dem Landkreis Donau-Ries ging damals vor knapp 1000 Zuschauern mit 0:2 verloren (O-Ton Fupa.net-Liveticker: „ENDE in Schweinfurt: Der Sieg von Rain hatte sich angedeutet. Schweinfurt ließ Mitte der zweiten Halbzeit nach und kam aus dem Spiel heraus zu keiner Torchance. In der Schlussphase zeigten die Schwaben clever, nutzten zwei Möglichkeiten aus und nehmen hier verdient die drei Punkte mit“).

Schier aussichtslos schien die Lage am Main nach der 1:2-Niederlage gegen den damaligen Abstiegskonkurrenten Greuther Fürth II im letzten Spiel der Hinrunde: Es brodelte in der Fanszene und im Umfeld der Kugellagerstädter, die Stimmung rund um die Schnüdel war auf einem Tiefpunkt angelangt. Eigentlich konnte es in der neuen Saison nur Bayernliga heißen. Ganz sicher! Oder? Dass im Fussball eben doch, mit Leidenschaft, Kampfgeist und der richtigen Einstellung alles möglich ist, zeigen unsere 05er in der laufenden Rückrunde: Man ist nach nun 11 gespielten Rückrundenpartien, mit Greuther Fürth II, als einziges Team noch ungeschlagen und stellt mit 19 gesammelten Punkten bei einem Torverhältnis von 17:11 die viertbeste Mannschaft der Rückrunde. Nur Fürth II, Burghausen und Illertissen waren seit November noch stärker unterwegs. Im Gegenzug konnten andere Mannschaften, die nach der Hinrunde im gesicherten Mittelfeld standen, mitten in die Abstiegszone gezogen werden. Bestes Beispiel hierfür ist der aktuelle Tabellensechzehnte FC Amberg: Nach der Hinrunde mit 22 starken Punkten auf dem 9. Platz gelegen stellen die Oberpfälzer derzeit mit nur fünf Punkten aus 11 Partien die schwächste Mannschaft der Rückrunde. Ausgang ungewiss.

RainLech_1

Nun geht es für unsere Kugellagerstädter also zum Tabellenschlusslicht TSV Rain/Lech. Gespielt wird im Georg-Weber-Stadion, das nach dem einstmaligen TSV-Vorstand und Gründer des Gartencenters „Dehner“ benannt ist. Bis heute hat das Unternehmen seinen Stammsitz in Rain und tritt als Hauptsponsor des TSV auf. Der Rasen sollte also in einwandfreiem Zustand sein. In den vergangenen sieben Partien setzte es für den Aufsteiger aus der knapp 9000-Einwohner-Stadt sechs Niederlagen bei einem Unentschieden. Im Nachholspiel am vergangenen Dienstag ging der TSV zuhause, vor gerade einmal 250 Zuschauern im „schwäbische Derby“ gegen den FC Memmingen, mit 1:4 baden. Einwurf an dieser Stelle: Der Zuschauerschnitt von 520 ist, abgesehen von den zweiten Mannschaften, hinter dem des FV Illertissen der geringste der Regionalliga Bayern. Zurück zum Sportlichen: Wenn man die Tabelle betrachtet, können für Rain am Samstag eigentlich nur drei Punkte zählen, um den Kontakt zu den Relegationsplätzen nicht zu verlieren. „Gegen eine äußerst kampfstarke Schweinfurter Mannschaft bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel vom Dienstag. Der Gegner reist mit einer beeindruckenden Serie im Rücken an und wird sicherlich vor Selbstvertrauen strotzen. Für uns gilt es das Memmingen-Spiel abzuhaken und sich voll auf die neue Aufgabe zu fokussieren“, gibt Rains Trainer Luderschmid die Richtung vor. Auch unser FC05 sollte die Heimreise vom Lech an den Main möglichst mit der maximalen Punktausbeute antreten, da der Vorsprung auf die Relegationsplätze gerade einmal drei Punkte beträgt. Andererseits haben die direkten Konkurrenten aus Aschaffenburg und Amberg auch keine leichten Aufgaben vor der Brust: Beide müssen in München antreten, einmal bei Rot-Weiß – einmal bei Blau-Weiß. FC05-Coach Gerd Klaus vor der Partie: „Angesichts unserer Personalsituation wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden. Wir dürfen halt nicht verlieren. Wir versuchen es nun mit der Eichhörnchen-Taktik die Klasse zu halten, wollen Punkt um Punkt holen“.

Kurioses am Rande: Der absolute Toptorjäger des TSV Rain aus der letztjährigen Bayernligasaison, Sebastian Kinzel wechselte vor der aktuellen Runde den Verein. Für einen Bayernligaspieler, dem in 35 Saisonspielen 51 (!) Tore gelangen, nicht unbedingt überraschend. Kinzel damals: „Es gibt Anfragen von der Kreisliga bis ganz nach oben. In den nächsten ein, zwei Wochen wird man sehen, wo die Reise hingeht. Die 1. Liga wäre natürlich der Wahnsinn“. Und, wohin ging die Reise? Regionalliga? Vielleicht sogar dritte oder zweite Liga? Nein, es wurde die Bezirksliga. Dort steht Kinzel aktuell nach 16 Spielen bei 18 Saisontoren.

Aus Schweinfurt wird am Samstag ein Fanbus in Richtung Lech starten: Abfahrt ist um 09:45 Uhr vor dem Willy-Sachs-Stadion. Allen Schnüdeln eine gute & sichere Fahrt, mit drei Punkten im Heimgepäck! HEJA FCS!


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