Letztes Jahr Sandhausen, dieses Jahr eben Schalke 04: Um wie in der vergangenen Saison in die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals einzuziehen, gilt es heute Abend – im mit 15.060 Zuschauern ausverkauften Willy-Sachs-Stadion – den letztjährigen deutschen Vizemeister auszuschalten. Auf der gestrigen Pressekonferenz mit Trainer Timo Wenzel und Neuzugang Florian Trinks wurde dabei deutlich, dass man in der Kugellagerstadt seine Rolle als Underdog sehr realistisch einzuschätzen weiß: „Die Vorfreude ist riesig. Wir wissen alle, wer der große Favorit ist. Aber wir alle glauben an unsere kleine Chance.“ so der Mittelfeldakteur, der aus Chemnitz an den Main gewechselt ist. Auch Trainer Timo Wenzel tritt respektvoll aber eben auch selbstbewusst auf: „Selbst wenn es nur eine Floskel ist: Aber der Gegner kocht auch nur mit Wasser. Wir haben eine minimale Chance und genau die wollen wir nutzen! Motivieren muss ich bei über 15.000 Zuschauern niemanden. Meine Jungs sollen das Spiel genießen. Wir werden das ordentlich machen, davon bin ich überzeugt. Ich denke nicht, dass jemand dabei ist, der die Hose voll hat“.
Mannschaftlich schaut es auf Schnüdelseite gut aus. Lediglich Außenbahnspieler Ronny Philp – aus Heidenheim gekommen – muss auf Grund einer wahrscheinlich im Training zugezogenen Verletzung am Innenband passen. Zwei bis drei Wochen Pause, so scheint es aktuell. Nicht ganz sicher ist hingegen der Einsatz von Ersatztorhüter David Paulus, der stark Grippe geschwächt noch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt verweilte. Ob ansonsten Oldie Nobby Kleider auf der Heimbank Platz nehmen wird – wie sonst eben auch, nur dieses Mal in Torwart-Trikot – ist bisher leider nicht bekannt.
Auf Seiten der Schalker muss Trainer Domenico Tedesco sicher auf die Mittelfeldspieler Omar Mascarell und Yevhen Konoplyanka sowie Außenverteidiger Bastian Oczipka verzichten. Fragezeichen stehen zudem hinter den zuletzt angeschlagenen Akteuren Amine Harit und Cedric Teuchert. Domenico Tedesco im Vorfeld der Pokalpartie in Schweinfurt: „Wenn du auf eine Mannschaft triffst, die schon voll im Saft steht, ist das immer ein bisschen gefährlich. Schweinfurt hat eine gute Struktur und besitzt Spieler, die technisch und taktisch gut ausgebildet sind. Im Schongang werden wir dort nicht bestehen.“ Erwartet werden in der Kugellagerstadt um die 4000 Schalker, etwas weniger also als die gut 5000 Eintracht-Fans im letzten Jahr. „Etwas“ mehr aber auch als die ca. 250 Gäste aus Sandhausen, die in der 1. Hauptrunde 2017/2018 am Main zu Gast waren und einen grandios kämpfenden und letztlich erfolgreichen FC Schweinfurt 05 bestaunen durften. Auf geht’s, Ihr Schnüdel!
Mögliche Aufstellungen:
FC Schweinfurt 05: Eiban – Messingschlager, Strohmaier, Kleineheisman, Lo Scrudato – Fery, Kracun – Piller, Trinks, Krautschneider – Jabiri
FC Schalke 04: Fährmann – Sané, Naldo, Nastasic – Caligiuri, Bentaleb, Baba – Di Santo – Embolo, Burgstaller, Uth
