„Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.“ – Aleksander Ristic. Und weil das eben so ist, ging unsere Partie gegen die Reserve des Clubs mit 1:2 aus Schnüdelsicht verloren. Warum, das weiß wohl bis auf den Nürnberger Keeper niemand so genau. Die Partie beginnt mit einer guten Möglichkeit für unseren FC05 nach nur einer gespielten Minute: Nach feiner Vorarbeit von Marius Willsch setzt Nikola Jelisic den Ball nur denkbar knapp neben das Gästetor. Auch die zweite dicke Möglichkeit, die nach gut zehn Minuten vergeben wird, entsteht durch eine Co-Produktion zwischen Willsch und Jelisic. Vor der Pause dann weitere gute Chancen durch Nicolas Görtler in der 32. Minute und durch einen Bechmann-Freistoß-Hammer, welcher an den Club-Pfosten klatscht. Bei beiden Aktionen reagierte Nürnbergs Keeper Patrick Rakovsky stark und konnte zeigen, warum er auch schon in über 30 Zweitliga-Partien das Gehäuse der „großen“ Nürnberger hüten durfte. Dann ist Halbzeit in einer Partie, in der unsere Schnüdel eigentlich alles richtig gemacht und dabei nur das Toreschießen vergessen haben. Die Clubreserve bis dahin offensiv kaum vorhanden. Kurz nach Wiederbeginn wird der eingewechselte Adam Jabiri auf dem Weg zum 1:0 wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen, die gelben Karten häufen sich zusehends. In der 76. Spielminute dann der erste Treffer der Partie, jedoch auf der falschen Seite: Club-Kapitän Dominic Baumann, der auch schon in der dritten Liga für Dynamo Dresden kickte, netzt aus spitzem Winkel zum 1:0 ein. Ein Treffer mit Wirkung, denn nur kurz darauf ist es wieder Baumann, der in der 82. Minute gar zum 2:0 für die Gäste trifft. Nach Foul an Nicolas Görtler verkürzt Adam Jabiri in der 86. Minute per Elfmeter auf 1:2. Hoffnung kommt auf! Doch da bis auf einen beherzten Schuss von Görtler in der Nachspielzeit nichts mehr wirklich gefährliches auf den Nürnberger Kasten kommt, nimmt die zweite Mannschaft der Glubberer drei äußerst glückliche Punkte mit nach Hause.
Club-Trainer Michael Köllner nach der Partie „Wir haben ein hochintensives und temporeiches Spiel gesehen. In der Anfangsphase sind wir ordentlich durchgeschüttelt worden, haben uns dann aber gefangen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Tore schön rausgespielt. Hinten raus haben wir uns zu weit reindrücken lassen, aber das ist bei einer so jungen Mannschaft ganz normal.“ Schnüdel-Trainer Gerd Klaus: „Auch ich denke, dass wir ein sehr ordentliches Spiel gesehen haben. Bis zum 0:1 habe ich keine Chance vom Club gesehen. Sie sind sehr tief gestanden und haben das defensiv gut gemacht. Uns fehlten dann mit zunehmender Spieldauer die Mittel, die Bälle durchzustecken. Natürlich ist es ärgerlich, wenn der Gegner aus den ersten zwei Chancen zwei Tore macht. Aber uns fehlten ehrlicherweise ab der 70. Minute die Körner.“
Fantechnisch war im Gästeblock nicht allzu viel los: Eine Zaunfahne aus dem Umland war neben ca. 20 Gästegestalten zu sehen, die zu Spielbeginn von mindestens genauso vielen Beamten beäugt wurden. Akustisch reagierte man im Gästeblock meist auf Gesänge der Gegengerade – Stichwort: „Nürnberger/Schweinfurter Arschlöcher“. Die Gegengerade war vereinzelt lautstark zu vernehmen, und gab insbesondere nach dem 1:2-Anschlusstreffer noch einmal alles und ein ordentliches Bild ab. Ab und an waren, neben der üblichen Zaunbeflaggung, auch grün-weiße Schwenker zu sehen.
- Datum: 29.07.2016 – Anpfiff: 19:00 Uhr
- Spielstätte: Willy-Sachs-Stadion, Schweinfurt
- Spiel: 3. Spieltag der Regionalliga Bayern (4. Liga)
- Ergebnis: 1:2
- Tore: 0:1 Baumann (76.) – 0:2 Baumann (82.) – 1:2 Jabiri (86.)
- Zuschauer: 2043 (davon ca. 20 Gästefans)
FC Schweinfurt 05: Schneider – Messingschlager, Bechmann (83. Diroll), Bauer, Paul – Fery, Haller, Willsch, Krautschneider (49. Jabiri), Jelisic (68. Güthermann)- Görtler
FC Nürnberg II: Rakovsky – Knipfer (46. Krauß), Wallner (60. Eder), Löwen, Carls – Lippert, Feil, Hoffmann, Özlokman (68. Ott) – Sabiri, Baumann
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