In der Fremde! FSV Mainz 05 – SC Paderborn

Zu Beginn der Rückrunde, nach einer wie immer viel zu lange ausgefallenen Winterpause, ging die Reise erstmals in die 204 Kilometer entfernt gelegene rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Das Auto mit vier Schnüdeln aus Schweinfurt gefüllt, kam man gegen 14 Uhr am Mainzer Uni-Gelände an. Schon auf dem Parkplatz wurde unsere grün-weiße Montur neugierig beäugt: „Kommt ihr aus Augsburg?“ – „Nein, aus Schweinfurt.“ – „Ach, aus Unterfranken kommen die mal wieder hierher.“ Gelungener Empfang also. Zum Stadion ging es nun noch ungefähr 2 Kilometer zu Fuß über Baustellen und Felder. Der Einlass gestaltete sich rasch und fanfreundlich, was ja in deutschen Spielstätten nicht immer der Fall ist.

  • Datum: 31.01.15 – Anpfiff: 15.30 Uhr
  • Spielstätte: Coface-Arena, Mainz
  • Spiel: 18. Spieltag der 1. Bundesliga
  • Ergebnis: 5:0 für den Gastgeber aus Mainz
  • Tore: 1:0 Malli (6.) – 2:0 Malli (46.) – 3:0 De Blasis (69.) – 4:0 Allagui (82.) – 5:0 Geis (87.)
  • Zuschauer: 27114 (davon geschätzte 2000 Gäste aus Paderborn und 4 Schnüdel aus Schweinfurt)
  • Wetter: Leichter Schneefall

Die 2011 eröffnete Mainzer Coface-Arena beeinhaltet, bei einer Gesamtkapazität von 34.000 Zuschauern, 20.000 Sitz- und 14.000 Stehplätze. Die unmittelbar am Spielfeldrand gelegenen Tribünen verlaufen steil in Richtung Stadiondach, was ein wenig an das Dortmunder Westfalenstadion erinnert. Mit 19 Euro für einen Sitzplatz sind die Preise in Mainz, meines Wissens nach, in der Bundesliga konkurrenzlos. Unsere „Sitz-Steh-Plätze“ befanden sich im sogenannten Supporterbereich auf der Gegentribüne.

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Unmittelbar neben dem Gästefanblock der Paderborner gelegen, war die Stimmung hier gut spürbar. Die Wand aus rot-weißen Mainzer Fanschals, die zu Beginn der Partie bei „Never walk alone“ vom gesamten Stadion (abgesehen von den Gästen aus Paderborn) in die Höhe gestreckt wurden, war durchaus beeindruckend (die grün-weißen Farben unseres Schweinfurt-Schals sind da kaum aufgefallen, oder?).

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Das Spiel selbst war in der ersten Halbzeit doch relativ ausgeglichen, mit einigen wenigen Chancen auf beiden Seiten. Der leichte Schneefall, gemischt mit Regen, passte daher ganz gut zum Spielverlauf. Mit dem Zwischenstand von 1:0 ging es schließlich in die Pause (und zum Kaffeestand). Eine der wenigen negativen Randerscheinungen an diesem Tag: Das bargeldlose Bezahlen im Stadion per zuvor aufgeladener EC-Karte. Einfach nicht schön. Die zweite Halbzeit begann mit dem frühen 2:0 der Gastgeber. Paderborn hatte nun immer weniger entgegenzusetzen und musste so noch die Tore drei bis fünf über sich ergehen lassen. Der Stimmung im Gästeblock tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der komplette Auswärtsblock unterstützte seine Mannen über die 90 Minuten, trotz des herben Rückstandes, lautstark. Dabei waren über die gesamte Partie hinweg keinerlei Provokationen oder Schmähgesänge in Richtung des Gegners aus Mainz zu hören. Klasse! Allgemein muss man beim FSV Mainz die Gastfreundschaft, mit der der Gegner empfangen und behandelt wurde, hier lobend hervorheben. Nachdem sich der Autor nach Schlusspfiff noch kurz mit ein paar Paderbornern aus dem Gästeblock unterhalten hatte, begab man sich schließlich auf die Heimreise Richtung Unterfranken. Insgesamt steht nach dem Besuch in Mainz ein weiterer gelungener Stadionbesuch auf der Habenseite. Da auf der EC-Karte noch fünf „Mainzer-Euro“ an Guthaben zu verzeichnen sind, war dies sicherlich nicht der letzte Besuch in der Coface-Arena.

 

 

 


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